Advanced Workflow for Dynamics 365 BC - de-DE
Dieses Handbuch erklärt DEXPRO Advanced Workflow Schritt für Schritt. Es zeigt unter anderem, wie Sie
- Workflowvorlagen anlegen,
- Schritte definieren,
- Auslöser (Workflowauslöser/Vorlagenauslöser) konfigurieren,
- mit der DEXPRO Core Rule Engine (Regelsätze / Regelgruppen / Regeln / Regelbedingungen) steuern, wann ein Workflow startet und wie er von Schritt zu Schritt übergeht.
- Systemvoraussetzungen
- Installation
- Was kann die App?
- Navigation (wo finde ich was?)
- Voraussetzungen (Berechtigungen & Grunddaten)
- Erstellung einer Workflowvorlage
- Die Mindestkonfiguration: Wann ist eine Workflowvorlage „gültig“?
- Schritt 0 – Unterstützte Tabellen & Ereignisse prüfen (Pflichtwissen)
- Workflowvorlage erstellen
- Zugehörige Tabellen konfigurieren (optional)
- Schritte definieren
- Schritt-Regeln: Wie wechselt der Workflow zum nächsten Schritt?
- Workflowauslöser konfigurieren
- Workflowaktion bei Abschluss
- Bereinigung (Aufbewahrung & Bereinigung)
- Modul: Eskalations-Engine
- Modul: Ablehnungseinstellungen (Rejection Handling)
- Workflow ausführen & überwachen
- Workflowinstanzen finden
- Genehmigungen bearbeiten (ohne spezielle Belegseite)
- Integration in gängige Standardseiten (Default-Tabellen)
- Modul: Abwesenheit (Out of Office)
- Modul: Workflow-Visualisierung
- Modul: Überwachung & Administration (Monitoring)
- Modul: Genehmigungsneuzuweisung (Reassignment)
- Export/Import & Kopieren
- Fehlerbehebung (häufige Fehlerbilder)
Systemvoraussetzungen
Systemvoraussetzungen zur Nutzung vom Advanced Workflow for Dynamics 365 BC.
Die DEXPRO Advanced Workflow BC-App kontaktiert einen Aktivierungsendpunkt im DEXPRO Online-Portal, um ihre Lizenz zu validieren. Der Endpunkt empfängt Identifikations- und Nutzungsdaten und muss immer vom BC System aus erreichbar sein.
Unterstützte Microsoft Dynamics 365 Business Central Versionen
Die Microsoft Dynamics 365 Business Central Integration ist auf Grund von technischen Mindestvoraussetzungen ab folgender Version möglich:
Unterstützte Microsoft Dynamics 365 Business Central Versionen
Voraussetzung zum Betrieb ist, dass die jeweilige Microsoft Dynamics 365 Business Central Version sich noch im regulären Support befindet. Der erweiterte Support (extended Support) wird ausgeschlossen.
Installation
Lizenzen
Microsoft
Informationen zu den Microsoft Business Central Lizenzen.
Bezug der DEXPRO Module
Detailliertere Informationen finden Sie hier.
OnPrem
Für OnPrem Installationen wird auf Anfrage eines registrierten Resellers / Partners ein Runtime Package mit den benötigten Apps zur Verfügung gestellt. Diese werden durch den Partner der Kundenlizenz hinzugefügt und im Anschluss in das Microsoft Dynamics Business Central eingespielt.
Cloud
Für Cloud Installationen benötigt man lediglich Zugriff auf den Microsoft AppSource. Hier werden die benötigten DEXPRO Apps heruntergeladen.
AWF Einrichtung (Setup)
Allgemein
- Aktiviert: Schaltet die DEXPRO Advanced Workflow App ein oder aus. Wenn deaktiviert, werden keine neuen Workflowinstanzen gestartet.
Teststatus
Wenn die App im Testmodus betrieben wird (keine Lizenz aktiviert), zeigt dieser Bereich:
- Status: Aktueller Teststatus (aktiv / Limit erreicht)
- Verwendete Workflow-Läufe: Zeigt, wie viele der erlaubten Test-Workflow-Läufe bereits verbraucht wurden.
Aktivierung
- Aktivierungsendpunkt-URL: URL für die Lizenzprüfung. Wird von DEXPRO Solutions GmbH bereitgestellt.
Auftragsplanung
- Status des Eskalationsjobs: Zeigt den aktuellen Status des Eskalations-Aufgabenwarteschlangenpostens (z. B. „Bereit", „In Bearbeitung", „Nicht konfiguriert"). Durch Klicken auf den Status öffnen Sie den zugehörigen Aufgabenwarteschlangenposten.
Aktionen
- Eskalationsjob erstellen: Erstellt den wiederkehrenden Eskalations-Aufgabenwarteschlangenposten. Nutzen Sie diese Aktion, wenn der Auftrag gelöscht wurde oder bei der Installation nicht erstellt werden konnte.
- Abwesenheit (Out of Office): Öffnet die Abwesenheitseinträge, in denen Benutzer Abwesenheitszeiträume und Vertretungseinstellungen konfigurieren können.
- Lizenz prüfen: Führt eine manuelle Lizenzprüfung gegen den Aktivierungsendpunkt durch.
- Installations-ID anzeigen: Zeigt die Installations-ID für diese Umgebung – wird für die Lizenzaktivierung benötigt.
Was kann die App?
Mit DEXPRO Advanced Workflow bilden Sie Genehmigungs- und Entscheidungsprozesse ab:
- Ein Workflow wird für einen konkreten Business Central Datensatz gestartet (z. B. Belegkopf).
- Der Workflow läuft in Schritten/Stages (z. B. 1. Prüfung, 2. Freigabe, Final).
- In jedem Schritt ist ein Zuständiger (Assignee) definiert (Benutzer, Workflow-Benutzergruppe, Verkäufer/Einkäufer usw.).
- Regeln können entscheiden, ob und wohin der Workflow als Nächstes wechselt.
Zentrale Objekte
- Workflowvorlage („AWF Workflowvorlage“) – Ihre Definition (einmalig)
- Workflowinstanz („AWF Workflowverwaltung“) – eine laufende/abgeschlossene Ausführung der Vorlage (pro Datensatz)
- Schritt („AWF Workflowschritt“) – ein Genehmigungs-/Entscheidungsschritt innerhalb der Vorlage
- Workflowauslöser („Workflowauslöser“) – startet eine Instanz, wenn ein Ereignis eintritt
- Regel-Engine (DEXPRO Core) – die Entscheidungslogik:
- Regelsatz: Rahmen für Tabellen + Regelgruppen
- Regelgruppe: Sammlung von Regeln (z. B. „Triggerbedingungen“ oder „Schrittauswahl“)
- Regel: einzelne Regel mit Priorität
- Regelbedingungen: konkrete Bedingungen (Feld/Operator/Wert)
- Regelaktion: definiert, was passiert, wenn eine Regel zutrifft (z. B. Schrittübergang, Zuständigen überschreiben, automatisch genehmigen)
- Gilt für: legt fest, ob die Regelaktion für die Kopfgenehmigung, zugehörige Genehmigungen (Zeilen) oder beides gilt
Genehmigen in der Praxis
Zu genehmigende Anforderungen (für jede Tabelle)
DEXPRO Advanced Workflow lässt sich praktisch für nahezu jede Tabelle einsetzen, weil die Bearbeitung der Genehmigung nicht zwingend auf einer spezifischen Beleg-/Karten-Seite stattfinden muss.
Wenn ein Workflow eine Genehmigung erzeugt, können Genehmiger diese über die (Standard-Business-Central) Seite „Zu genehmigende Anforderungen“ bearbeiten. Diese Seite wird durch AWF erweitert:
- Datensatzvorschau: In der FactBox „Datensatzvorschau“ sehen Sie den zugrunde liegenden Datensatz.
- Übernahmeinformationen: Felder „Übernommen von“ und „Datum/Uhrzeit der Übernahme“ zeigen, wer eine Sammelgenehmigung übernommen hat.
- Zugehörige Genehmigungen: Feld „Zugehörige Genehmigung“ kennzeichnet Zeilen-Genehmigungen; FactBox „Zugehörige Genehmigungen“ zeigt weitere zusammengehörige Zeilen-Genehmigungen zur gleichen Workflowinstanz.
- Genehmigungsaktionen: Aktionen wie „Genehmigen“, „Ablehnen“, „Delegieren“ und „Genehmigungsanforderung stornieren“.
- Genehmigungsübernahmen: Aktionen „Genehmigung übernehmen“ und „Übernahme freigeben“.
- Genehmigungsadministrator (falls berechtigt): u. a. „Workflow neu zuweisen“.
Wichtig: Vor dem Genehmigen/Ablehnen/Delegieren wählen Sie zunächst „Genehmigung übernehmen“, damit Sie exklusiv am Vorgang arbeiten können.

Am Beispiel einer Einkaufsrechnung:
Hier können Sie auf Kopf und (sofern aktiviert) Positionsebene den Genehmigungsprozess steuern.
Zugehörige Genehmigungen
Zugehörige Genehmigungen sind zusätzliche Genehmigungsanforderungen zu einer laufenden Workflowinstanz – typischerweise für zugehörige Datensätze (z. B. Belegzeilen).
Ziel: Sie können Genehmigungen auf Zeilenebene abbilden, ohne dass die gesamte Bearbeitung ausschließlich am Belegkopf stattfinden muss.
Voraussetzungen
Konfiguration im Schritt
- In der Workflowvorlage → Abschnitt Schritte → gewünschten Schritt öffnen.
- Im Bereich Genehmigungen:
- Zugehörige Genehmigung aktivieren = Ja
- Genehmigungsmodus wählen:
- Kopf und Zugehörige: Genehmigung(en) für Kopf und zugehörige Genehmigungen (Zeilen)
- Nur Zugehörige: nur zugehörige Genehmigungen (Zeilen)
Regelwirkung (Regelaktion) bei zugehörigen Genehmigungen
Wenn zugehörige Genehmigungen aktiv sind, können Regeln zusätzlich steuern, für welche Genehmigungsart die Aktion gilt:
Gilt für:
- Kopf: Regelaktion wirkt nur auf die Kopfgenehmigung.
- Nur Zugehörige: Regelaktion wirkt nur auf zugehörige Genehmigungen (Zeilen).
- Kopf und Zugehörige: Regelaktion wirkt auf beide.
Nutzung in der Praxis
- In „Zu genehmigende Anforderungen“ werden Zeilen-Genehmigungen über Zugehörige Genehmigung gekennzeichnet.
- Wenn Sie eine Zeilen-Genehmigung markieren, zeigt die FactBox „Zugehörige Genehmigungen“ weitere zugehörige Genehmigungen zur selben Workflowinstanz (inkl. Status/Übernahme-Info).
Navigation (wo finde ich was?)
Einstieg über „Tell Me“ (Alt+Q)
Direkt über Tell Me suchbar:
- AWF Workflowvorlagen (Liste)
- AWF Workflowverwaltung (Liste)
- Regelsätze (DEXPRO Core)
- Zu genehmigende Anforderungen (Standardseite; von AWF erweitert)
Nicht direkt über Tell Me suchbar, aber trotzdem erreichbar:
- AWF Unterstützte Tabellen: öffnen Sie eine Vorlage (AWF Workflowvorlage) und nutzen Sie das Lookup bei „Primäre Tabellen-ID“.
- AWF Workflowvorlage (Karte): öffnen Sie sie aus der Liste AWF Workflowvorlagen.
- Regelgruppen / Regeln / Regelbedingungen: öffnen Sie diese ausgehend von Regelsätze über die jeweiligen Aktionen (z. B. „Regeln anzeigen“, „Bedingungen anzeigen“).
Alternativer Einstieg (wenn im Profil/in der Rolle vorhanden)
Wenn Ihre Rolle/Startseite einen Einstieg bietet, finden Sie häufig auf „Genehmigungen & Workflows“ den Bereich „Advanced Workflow“ mit Links zu:
- AWF Workflowverwaltung
- AWF Workflowvorlagen
Zusätzlich finden Sie dort typischerweise den Standardbereich „Ausstehende Genehmigungen“ mit dem Einstieg „Zu genehmigende Anforderungen“.
Voraussetzungen (Berechtigungen & Grunddaten)
Berechtigungen
Typischerweise benötigen Sie:
- DEXPRO AWF Administrator: für Einrichtung/Vorlagenpflege
- DEXPRO AWF Benutzer: für Nutzung/Monitoring
- DEXPRO Core Administrator bzw. DEXPRO Core Benutzer: Für die Regelerstellung/-Nutzung
Workflow-Benutzergruppen
In der Regel werden Sie Workflow-Benutzergruppen nutzen, um die Verteilung der Genehmigungen/Prüfungen zu organisieren. Stellen Sie sicher, dass die Benutzergruppe
- existiert
- Mitglieder hat
Wenn Gruppen fehlen/leer sind, kann die Ausführung fehlschlagen (Workflow wird ggf. in den Fehlerschritt verschoben).
Erstellung einer Workflowvorlage
Die Mindestkonfiguration: Wann ist eine Workflowvorlage „gültig“?
Eine Workflowvorlage ist in dieser App erst dann vollständig einsetzbar, wenn mindestens diese Kriterien erfüllt sind:
- Aktiv = Ja (die Vorlage muss aktiv sein)
- Primäre Tabelle ist gesetzt
-
Regelsatz ist vorhanden (wird beim Setzen der Primärtabelle automatisch erstellt/aktualisiert)
- Mindestens ein normaler Schritt (Schritttyp = Normal) ist vorhanden
- Mindestens ein Workflowauslöser ist vorhanden und aktiv
Wenn Sie die Vorlage aktivieren, führt die App eine Validierung aus und zeigt ggf. eine Fehlerliste an.
Schritt 0 – Unterstützte Tabellen & Ereignisse prüfen (Pflichtwissen)
Was sind „AWF Unterstützte Tabellen“?
In „AWF Unterstützte Tabellen“ pflegen Sie, welche Tabellen überhaupt als Primärtabelle auswählbar sind.
Wichtig:
- In der Workflowvorlage können nur unterstützte Tabellen als Primärtabelle gewählt werden.
- Pro unterstützter Tabelle werden zusätzlich gepflegt:
- Workflowereignisse (welche Events als Auslöser genutzt werden dürfen)
Default-Tabellen initialisieren
Da AWF Unterstützte Tabellen nicht direkt per Tell Me suchbar ist, rufen Sie die Seite so auf:
- Öffnen Sie AWF Workflowvorlagen.
- Öffnen Sie eine Vorlage (oder legen Sie eine neue Vorlage an).
- Im Bereich „Primäre Tabelle“ öffnen Sie das Lookup von „Primäre Tabellen-ID“.
- In der geöffneten Liste AWF Unterstützte Tabellen Aktion „Standardtabellen initialisieren“ ausführen (wird auch direkt beim Öffnen initialisiert).
- Bestätigen.
Diese Aktion initialisiert bzw. repariert die Standardkonfiguration.
Workflowereignisse pro Tabelle ansehen
Auf AWF Unterstützte Tabellen:
- Aktion „Workflowereignisse“: zeigt gültige Workflowereignisse für die Tabelle
Workflowvorlage erstellen
Neue Workflowvorlage anlegen
- Öffnen Sie AWF Workflowvorlagen.
- Neu.
- Füllen Sie im Bereich Allgemein:
- Code (eindeutig)
- Beschreibung
- Aktiv zunächst Nein (empfohlen)
Primärtabelle setzen (entscheidend, da dies die Tabelle ist, für den der Workflow gestartet wird)
- In der Workflowvorlage (Karte) zum Bereich „Primäre Tabelle“.
- Feld „Primäre Tabellen-ID“ auswählen.
- Es öffnet sich die Liste AWF Unterstützte Tabellen.
- Tabelle auswählen.
- Prüfen, ob „Primäre Tabelle Bezeichnung“ automatisch gefüllt wird.
Was dabei im Hintergrund passiert:
- Die App erstellt/aktualisiert automatisch einen Regelsatz für die Vorlage.
- Die Primärtabelle wird automatisch als Primäre Tabelle im Rule Set hinterlegt.
Dokumenttyp/Belegart filtern
Ältere Versionen kannten eine Primäre Belegart direkt in der Workflowvorlage. Diese Konfiguration wurde durch die Regel-Engine ersetzt.
Wenn Sie den Workflow z. B. nur für bestimmte Belegarten starten oder unterschiedliche Schritte je Belegart abbilden möchten, lösen Sie das jetzt über Regelbedingungen:
2. Legen Sie eine Regelbedingung an (Aktion Bedingungen anzeigen).
3. Wählen Sie als Quellfeld z. B. "Belegart" (Feld der Primärtabelle bzw. einer zugehörigen Tabelle).
4. Setzen Sie Operator/Wert (z. B. „= Auftrag“).
Audit Trail als PDF speichern
Wenn ein Workflow erfolgreich abgeschlossen wird, kann der Audit Trail automatisch als PDF-Datei in den Dokumentanhängen des Quelldatensatzes gespeichert werden.
Konfiguration
- In der AWF Workflowvorlage → Feld „Audit Trail in Anhänge speichern" = Ja.
- Beim erfolgreichen Abschluss des Workflows wird der Audit-Trail-Bericht automatisch als PDF generiert und als Dokumentanhang an den Quelldatensatz angehängt.
Anhänge-FactBox
In der AWF Workflowinstanz-Karte werden Anhänge aus zwei Quellen kombiniert angezeigt:
- Anhänge des Quelldatensatzes (z. B. eingescannte Rechnungen)
- Anhänge der Workflowinstanz (z. B. generierte Audit-Trail-PDFs)
Damit haben Genehmiger und Administratoren alle relevanten Dokumente an einem Ort.
Zugehörige Tabellen konfigurieren (optional)
Warum brauche ich zugehörige Tabellen?
Die Rule Engine kann Bedingungen nicht nur auf der Primärtabelle prüfen, sondern auch auf zugehörigen Tabellen (z. B. Kopf/Zeilen).
Diese zugehörigen Tabellen definieren Sie in der Vorlage im Bereich:
- Zugehörige Tabellen (technisch: „DXP Rule Set Tables bzw. Regelsatztabellen“)
Zugehörige Tabelle hinzufügen
- In der Vorlage im Abschnitt Zugehörige Tabellen eine neue Zeile anlegen.
- Tabellen-ID wählen (Lookup).
- Beziehung zur Primärtabelle definieren:
-
Beziehungsfeld 1 (Feldnummer in der Related Table)
- Primärfeld 1 (Feldnummer in der Primärtabelle)
-
Optional zusätzlich Beziehungsfeld 2 / Primärfeld 2 usw.
-
Faustregel:
-
Beziehungsfeld(er) = „Fremdschlüssel“ in der zugehörigen Tabelle
-
Primärfeld(er) = die passenden Schlüssel-/Referenzfelder in der Primärtabelle
Wichtig: Ohne korrekt definierte Relation kann die Regel-Engine Felder der zugehörigen Tabelle nicht sauber gegen den aktuellen Datensatz auswerten.
Schritte definieren
Grundstruktur der Schritte
In der Vorlage gibt es den Abschnitt Schritte. Ein Schritt enthält u. a.:
- Schritt Code
- Schritt Name
- Reihenfolge
- Schritttyp (Normal / Error / Final)
- Datensatzbearbeitung erlauben
- Zuständigkeitslogik
-
Genehmigungen / Zugehörige Genehmigungen: optional Zeilen-Genehmigungen aktivieren (Zugehörige Genehmigung aktivieren) und Genehmigungsmodus festlegen
Ersten „Normal“-Schritt anlegen
- Im Abschnitt Schritte → Neu.
- Schritttyp = Normal.
- Schritt Code und Schritt Name vergeben.
- In der Karte Art des Zuständigen festlegen und Zuständiger setzen.
Wichtiges Systemverhalten:
- Beim Anlegen des ersten Normal-Schritts erzeugt die App automatisch:
- einen Error-Schritt (Code z. B.
ERROR) - einen Final-Schritt (Code z. B.
FINAL)
- einen Error-Schritt (Code z. B.
Zuständigkeit konfigurieren
Auf der AWF Schritt-Karte pflegen Sie:
- Art des Zuständigen
- Zuständiger
- Einschränkungsart Genehmiger
Hinweise:
- Bei Salesperson/Purchaser wird der Zuständige automatisch aus dem Datensatz (Verkäufer/Einkäufer) abgeleitet.
- Bei Workflow User Group muss eine Workflow-Benutzergruppe existieren und Mitglieder haben.
Wenn ein Schritt keinen gültigen Zuständigen auflösen kann, wird der Workflow zur Laufzeit typischerweise in den Fehlerschritt verschoben.
Fälligkeitsdatumsformel (Due Date)
In der AWF Schritt-Karte kann eine Fälligkeitsdatumsformel konfiguriert werden:
- Feld: Fälligkeitsdatumsformel (z. B.
<+3D>,<+1W>,<+2W>) - Wenn gesetzt, erhalten Genehmigungseinträge, die in diesem Schritt erzeugt werden, automatisch ein Fälligkeitsdatum.
- Das Fälligkeitsdatum ist relevant für:
- Die Anzeige in „Zu genehmigende Anforderungen"
- Die Eskalations-Engine (Eskalationsschritte basieren auf dem Fälligkeitsdatum)
- Standard-BC-Fälligkeitsbenachrichtigungen
Schritt-Regeln: Wie wechselt der Workflow zum nächsten Schritt?
Die App nutzt die DEXPRO Rules Engine, um zu bestimmen:
- welche Regel passt
- zu welchem nächsten Schritt gewechselt wird
- ob der Zuständige überschrieben wird
- ob automatisch genehmigt wird
- und ob die Aktion für die Kopfgenehmigung, zugehörige Genehmigungen (Zeilen) oder beides gilt.
Wenn keine Regel definiert ist, ist die jeweilige Konfiguration des Schrittes gültig.
Regelgruppe pro Schritt („Regeln anzeigen“)
- In der Schritte-Liste den gewünschten Schritt markieren.
- Aktion „Regeln anzeigen“.
Wenn noch keine Regelgruppe hinterlegt ist, erstellt die App automatisch eine Regelgruppe und trägt sie im Schritt ein.
Regeln anlegen (DEXPRO Core)
In der geöffneten Seite Regeln:
- Neu.
- Regelcode und Regelname setzen.
- Sequenz/Priorität vergeben.
- Aktiv = Ja.
- Optional:
- Bedingungsverknüpfung (UND/ODER)
- Datensatzabgleichsart (Beliebiger Datensatz / Alle Datensätze)
Advanced-Workflow Felder auf der Regel pflegen (Nächster Schritt, Automatisch Genehmigen, Zuständigen Überschreiben)
In der Regel gibt es den Bereich „DEXPRO Advanced Workflow“:
- Regelaktion setzen (Lookup/Drilldown) und die gewünschte Aktion auswählen, z. B.
- Schrittübergang
- Zuständigen überschreiben
- Automatisch genehmigen
- Bei Schrittübergang zusätzlich Nächster Schritt wählen (Lookup zeigt die nächsten möglichen Schritte).
- Wenn zugehörige Genehmigungen aktiv sind: Gilt für setzen (Kopf / Nur Zugehörige / Kopf und Zugehörige).
- Bei Zuständigen überschreiben: Art des Zuständigen und Zuständiger pflegen.
Bedingungen (Regelbedingungen) hinzufügen
In der Regeln-Seite:
- Aktion „Bedingungen anzeigen“.
- Pro Bedingung eine Zeile hinzufügen:
- Quelltabellen-ID (Primärtabelle oder zugehörige Tabelle)
- Quellfeld-ID (Feld)
- Vergleichsoperator (Operator)
- Wert (Wert; AssistEdit bei Enum/Boolean/Between/In Set)
Tipp: Wenn Sie Bedingungen über zugehörige Tabellen nutzen, muss die Relation in Zugehörige Tabellen korrekt gepflegt sein.
Regeln testen (ohne echten Workflow)
Auf der Regeln-Seite gibt es:
- Regel testen
- Regelgruppe testen
Damit prüfen Sie Regeln/Regelbedingungen gegen einen Beispieldatensatz, bevor Sie echte Workflows starten.
Workflowauslöser konfigurieren
Workflowauslöser bestimmen, wann eine neue Workflowinstanz gestartet wird.
In der Vorlage heißt der Abschnitt „Workflowauslöser“.
Vorlagenauslöser: Grundfelder
- In der Vorlage → Abschnitt Workflowauslöser.
- Neu.
- Feld Workflowereignis auswählen (AssistEdit → Liste „AWF Tabellen Workflowereignisse“).
- Aktiv = Ja.
- Priorität festlegen (Reihenfolge bei mehreren passenden Auslösern).
Trigger-Regeln: Wann darf ein Auslöser feuern?
Im Auslöser gibt es Regelgruppencode. Über die Aktion „Regeln anzeigen“:
- Auslöser markieren.
- Regeln anzeigen.
- Regeln/Regelbedingungen wie in Schritt-Regeln pflegen.
Wichtiges Systemverhalten:
- Wenn keine Regelbedingungen für diese Trigger-Regelgruppe existieren, gilt der Auslöser als erfüllt (der Trigger feuert dann grundsätzlich).
OnAfterModify: Überwachte Felder
Für das Event OnAfterModify gibt es die Aktion „Überwachte Felder“.
- Auslöser mit Workflowereignis OnAfterModify markieren.
- Aktion „Überwachte Felder“.
- Felder auswählen (Lookup über „Fields Lookup“).
- In der aktuellen Implementierung wird ein OnAfterModify-Auslöser nur dann gestartet, wenn mindestens ein überwachtes Feld gepflegt ist und sich dieses Feld tatsächlich geändert hat.
- Wenn keine überwachten Felder gepflegt sind, wird der Auslöser bei OnAfterModify nicht gestartet.
Workflowaktion bei Abschluss
In der Vorlage gibt es den Abschnitt „Workflowaktion“.
- Aktion bei Abschluss ausführen aktivieren.
- Aktion bei Abschluss wählen (abhängig von der Primärtabelle):
- Release / Reopen (nur für bestimmte Belegtabellen)
- Benutzerdefinierte Aktion (Codeunit/Report)
- Feldwertzuweisungen festlegen
Wenn Feldwertzuweisungen festlegen gewählt ist, erscheint der Abschnitt Feldwertzuweisungen.
Bereinigung (Aufbewahrung & Bereinigung)
Unter Bereinigungskonfiguration:
- Automatische Bereinigung aktiviert
- Aufbewahrungsfrist für Bereinigung (DateFormula, z. B.
-1M)
Zusätzlich gibt es die Aktion:
- „Alte Instanzen bereinigen“
Modul: Eskalations-Engine
Die Eskalations-Engine überwacht automatisch überfällige Genehmigungsanforderungen und führt definierbare Eskalationsschritte aus. Damit lassen sich Erinnerungen, automatische Delegierungen oder Neuzuweisungen zeitgesteuert abbilden.
Funktionsweise
- Die Eskalation wird über einen Aufgabenwarteschlangenposten gesteuert, der regelmäßig alle offenen Genehmigungseinträge prüft.
- Für jeden überfälligen Eintrag wird geprüft, ob ein Eskalationsschritt fällig ist (basierend auf „Überfälligkeitsdauer" relativ zum Fälligkeitsdatum der Genehmigung).
- Eskalationsschritte können auf Vorlagenebene (gelten als Standard für alle Schritte) und/oder auf Schrittebene (überschreiben die Vorlageneinstellung für diesen Schritt) definiert werden.
- Der höchste bereits ausgeführte Eskalationsschritt wird im Genehmigungseintrag im Feld „Eskalationsstufe" nachgehalten, damit kein Schritt doppelt ausgeführt wird.
Voraussetzungen
- Der Eskalations-Aufgabenwarteschlangenposten muss eingerichtet und aktiv sein (siehe AWF Einrichtung).
- Die Genehmigungseinträge müssen ein Fälligkeitsdatum haben (konfigurierbar über „Fälligkeitsdatumsformel" im Schritt).
Eskalationsschritte konfigurieren
Auf Vorlagenebene (Standard für alle Schritte)
- In der AWF Workflowvorlage → Abschnitt „Eskalationsschritte".
- Neu.
- Felder ausfüllen:
- Schrittnr.: Laufende Nummer (bestimmt die Reihenfolge).
- Beschreibung: Beschreibung des Eskalationsschrittes (z. B. „Erinnerung nach 1 Tag").
- Überfälligkeitsdauer: Datumsformel relativ zum Fälligkeitsdatum (z. B.
<+1D>= 1 Tag nach Fälligkeit,<+1W>= 1 Woche nach Fälligkeit). - Eskalationsaktion: Aktion, die bei Erreichen der Überfälligkeitsdauer ausgeführt wird.
- Aktiviert: Ja/Nein.
Auf Schrittebene (überschreibt Vorlagenebene)
- In der AWF Schritt-Karte → Abschnitt „Eskalationsschritte".
- Schritte anlegen wie oben beschrieben.
- Wenn ein Workflowschritt eigene Eskalationsschritte hat, werden die Vorlagen-Eskalationsschritte für diesen Schritt nicht berücksichtigt.
Eskalationsaktionen
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| Benachrichtigung senden | Sendet eine Eskalations-Benachrichtigung (über die Standard-BC-Benachrichtigungsmechanik). |
| Delegieren | Delegiert die Genehmigung automatisch über die BC-Standard-Stellvertreterkette (aus „Genehmigungsbenutzereinrichtung"). |
| Neu zuweisen | Weist die Genehmigung an einen definierten Empfänger neu zu. Dabei werden Empfängerart und Empfängercode konfiguriert (Benutzer oder Workflow-Benutzergruppe). |
| Benutzerdefinierte Aktion | Führt ein benutzerdefiniertes Objekt aus (Codeunit oder Report). Optional kann der Quelldatensatz übergeben werden (Quelldatensatz übergeben). |
Empfänger konfigurieren (bei „Benachrichtigung senden" und „Neu zuweisen")
- Empfängerart: Genehmiger (konkreter Benutzer) oder Workflow-Benutzergruppe.
- Empfängercode: Benutzer-ID oder Code der Workflow-Benutzergruppe.
- Bei „Neu zuweisen" wird die Genehmigung auf den neuen Empfänger umgeleitet.
- Bei „Benachrichtigung senden" erhält der Empfänger eine Eskalationsbenachrichtigung.
Regelbasierte Eskalation (optional)
Eskalationsschritte können optional einen Regelgruppencode haben. Wenn gesetzt, wird der Eskalationsschritt nur ausgeführt, wenn die Regelbedingungen der Regelgruppe für den aktuellen Datensatz zutreffen.
Fälligkeitsdatum und Eskalation
Damit die Eskalation sinnvoll funktioniert, muss im Schritt eine Fälligkeitsdatumsformel gepflegt sein:
- Im Schritt: Feld „Fälligkeitsdatumsformel" setzen (z. B.
<+3D>= Fälligkeit 3 Tage nach Erstellung der Genehmigung). - Die Eskalationsdauer addiert sich zum Fälligkeitsdatum: Wenn die Fälligkeitsdatumsformel
<+3D>und die Überfälligkeitsdauer<+1D>beträgt, wird der Eskalationsschritt 4 Tage nach Erstellung der Genehmigung ausgeführt.
Wenn ein Genehmigungseintrag kein Fälligkeitsdatum hat, wird eine Eingabeaufforderung zur manuellen Eingabe angezeigt, sofern nötig.
Modul: Ablehnungseinstellungen (Rejection Handling)
Das Ablehnungsverhalten im Advanced Workflow ist konfigurierbar und steuert, was passiert, wenn ein Genehmiger eine Genehmigungsanforderung ablehnt.
Standardverhalten (ohne besondere Konfiguration)
- Ablehnung im ersten Schritt: Der Workflow wird abgebrochen (Status → Abgebrochen).
- Ablehnung in einem späteren Schritt: Der Workflow kehrt zum vorherigen Schritt zurück, und die Genehmigung wird neu erstellt.
Ablehnungsgruppe für zugehörige Genehmigungen (Zeilen)
Wenn Sie zugehörige Genehmigungen (Zeilen-Genehmigungen) nutzen, können Sie festlegen, an wen abgelehnte Zeilen-Genehmigungen neu zugewiesen werden:
Konfiguration auf Vorlagenebene
- In der AWF Workflowvorlage → Bereich Ablehnungseinstellungen:
- Ablehnungsgruppe für Zugehörige verwenden = Ja
- Art des Standard-Zuständigen für Ablehnung Genehmiger / Workflow-Benutzergruppe / Verkäufer/Einkäufer
- Standard-Zuständiger für Ablehnung: Konkreter Benutzer oder Gruppe
Konfiguration auf Schrittebene (überschreibt Vorlagenebene)
- In der AWF Schritt-Karte → Bereich Ablehnungsverhalten:
- Ablehnungsgruppe für Zugehörige verwenden = Ja
- Art des Standard-Zuständigen für Ablehnung und Standard-Zuständiger für Ablehnung wie oben
- Wenn ein Schritt eigene Ablehnungseinstellungen hat, überschreiben diese die Vorlageneinstellungen.
Ablehnungsgruppe für Kopf-Genehmigungen
Normalerweise führt eine Ablehnung der Kopf-Genehmigung zum Rücksprung in den vorherigen Schritt (oder zum Abbruch im ersten Schritt). Alternativ können Sie konfigurieren, dass die Kopf-Ablehnung den Workflow im aktuellen Schritt behält und an eine Ablehnungsgruppe neu zuweist:
- Ablehnungsgruppe für Kopfablehnung verwenden = Ja
- Art des Zuständigen für Kopfablehnung: Genehmiger / Workflow-Benutzergruppe / Verkäufer/Einkäufer
- Zuständiger für Kopfablehnung: Konkreter Benutzer oder Gruppe
Die Konfiguration ist sowohl auf Vorlage- als auch auf Schrittebene möglich (Schrittebene überschreibt Vorlagenebene).
Ablehnungsgrund und Neuzuweisung bei Zeilen
Beim Ablehnen einer zugehörigen Genehmigung öffnet sich ein Dialog:
- Ablehnungsgrund: Pflichtfeld – warum wird die Zeile abgelehnt?
- Neuer Zuständiger: Vorausgefüllt mit der konfigurierten Ablehnungsgruppe, kann aber manuell angepasst werden.
- Empfängertyp: Genehmiger / Workflow-Benutzergruppe / Verkäufer/Einkäufer
- Benutzer oder Workflow-Benutzergruppe (je nach Art)
Workflow ausführen & überwachen
Workflowinstanzen finden
Öffnen Sie AWF Workflowverwaltung (z. B. über „Genehmigungen & Workflows“ → „Advanced Workflows“).
Dort sehen Sie u. a.:
- Vorlagencode
- Status
- Aktueller Schritt
- Datum/Uhrzeit gestartet
Hier können Sie unter anderem:
- Details sehen
- Audit Trail anzeigen
- Workflow abbrechen (falls aktiv)
Genehmigungen bearbeiten (ohne spezielle Belegseite)
Für die tägliche Arbeit als Genehmiger ist oft nicht die Workflowverwaltung entscheidend, sondern die Seite „Zu genehmigende Anforderungen“:
- Sie sehen den Datensatz in der FactBox „Datensatzvorschau“.
- Sie nutzen die Genehmigungsaktionen (Genehmigen/Ablehnen/Delegieren).
- Bei Sammelgenehmigungen arbeiten Sie typischerweise mit Genehmigung übernehmen / Übernahme freigeben.
Integration in gängige Standardseiten (Default-Tabellen)
Für gängige Tabellen, die als Standard in AWF Unterstützte Tabellen ausgeliefert werden, gibt es zusätzlich eine direkte Integration in die jeweiligen Standardseiten des Datensatzes.
Typische Beispiele (je nach Setup/Rollenprofil):
- Karten wie Debitor/Kreditor/Artikel
- Verkaufs- und Einkaufsbelege (z. B. Auftrag/Rechnung/Gutschrift/Angebot)
- Buch.-Blätter, Eingehende Belege, Jobwarteschlange
Damit können Anwender die Genehmigung häufig direkt am Datensatz bearbeiten, ohne den Umweg über die Liste „Zu genehmigende Anforderungen“.
Modul: Abwesenheit (Out of Office)
Mit der Abwesenheitsverwaltung definieren Benutzer Abwesenheitszeiträume und legen fest, wie Genehmigungsanforderungen während ihrer Abwesenheit behandelt werden sollen.
Funktionsweise
- Wenn ein Workflow eine Genehmigung erzeugt und der vorgesehene Genehmiger einen aktiven Abwesenheitseintrag hat (heutiges Datum liegt zwischen Startdatum und Enddatum), wird die Genehmigung automatisch an die konfigurierte Vertretung umgeleitet.
- Die Umleitung wird im Audit Trail der Workflowinstanz mit Aktionstyp „OOO Substitution" protokolliert.
- Im Genehmigungseintrag wird der „Ursprünglicher Genehmiger (OOO)" gespeichert, so dass nachvollziehbar bleibt, wer ursprünglich zuständig war.
Zwei Ebenen der OOO-Auflösung
Die Abwesenheitsverarbeitung erfolgt in zwei Ebenen:
- Ebene 1 (Vor der Verteilung): Kann die Art des Zuständigen ändern – z. B. von einem einzelnen Benutzer zu einer Workflow-Benutzergruppe. Wird ausgeführt, bevor die Genehmigungseinträge erzeugt werden.
- Ebene 2 (Pro Eintrag): Ersetzt einzelne Benutzer durch andere einzelne Benutzer. Wird innerhalb der Genehmigungseintragserstellung ausgeführt. Eine Umleitung auf eine Workflow-Benutzergruppe ist auf dieser Ebene nicht möglich (würde die Gruppenlogik brechen).
Abwesenheitseinträge konfigurieren
- Öffnen Sie AWF Setup → Aktion „Abwesenheit (Out of Office)" oder suchen Sie per Tell Me nach „Out of Office Entries".
- Neu.
- Felder ausfüllen:
- Benutzer-ID: Der abwesende Benutzer.
- Startdatum: Erster Tag der Abwesenheit.
- Enddatum: Letzter Tag der Abwesenheit.
- Beschreibung: Optionale Beschreibung (z. B. „Urlaub Q2").
- Aktiviert: Ja/Nein.
Vertretungsarten
| Art | Beschreibung |
|---|---|
| Keine Vertretung | Genehmigungen bleiben beim abwesenden Benutzer. Es findet keine Umleitung statt. |
| Genehmiger | Genehmigungen werden an einen festgelegten Benutzer umgeleitet. Feld „Vertreter" wird eingeblendet. |
| Workflow-Benutzergruppe | Genehmigungen werden an eine Workflow-Benutzergruppe umgeleitet. Feld „Vertreter-WF-Benutzergruppe" wird eingeblendet. |
| Delegation verwenden | Verwendet die Standard-BC-Stellvertretung aus der Genehmigungsbenutzereinrichtung (Feld „Stellvertreter"). Einstufige Auflösung (keine Kette). |
Regelbasierte Vertretung (optional)
Über die Aktion „Regeln anzeigen" auf dem Abwesenheitseintrag können Sie regelbasierte Vertretungsüberschreibungen definieren:
- Die Regeln werden gegen den Workflow-Vorlagendatensatz ausgewertet.
- Damit können Sie für unterschiedliche Workflowvorlagen unterschiedliche Vertretungen definieren (z. B. „Bei Einkaufsrechnungen vertritt Benutzer A, bei Verkaufsaufträgen Benutzer B").
- Wenn keine Regel zutrifft, gelten die Standard-Vertretungseinstellungen des Abwesenheitseintrags.
Abwesenheitseinträge gelten **firmenübergreifend** (DataPerCompany = false). Ein Eintrag gilt in allen Unternehmen der Umgebung.
Modul: Workflow-Visualisierung
Die Workflow-Visualisierung zeigt eine interaktive grafische Darstellung der Workflowvorlage mit allen Schritten und Verbindungen.
Visualisierung öffnen
- In der AWF Workflowvorlage → Aktion „Visualisierung".
- Die Visualisierung zeigt:
- Schrittknoten mit Schrittcode, Schrittname und Schritttyp (Normal / Error / Final)
- Verbindungen zwischen Schritten (basierend auf Regelaktionen und Standardübergängen)
- Farbkodierung nach Schritttyp
Vorhersage (Prediction)
Im Bereich „Vorhersage" können Sie einen Testdatensatz auswählen:
- Klicken Sie auf „Testdatensatz" und wählen Sie einen konkreten Datensatz aus der Primärtabelle.
- Die Visualisierung zeigt daraufhin den voraussichtlichen Pfad des Workflows:
- Welche Schritte automatisch genehmigt würden
- Welche Schritte übersprungen würden
- Welche Schritte eine manuelle Genehmigung erfordern
- Mit „Auswahl löschen" setzen Sie die Vorhersage zurück.
Instanzmodus
Aus der AWF Workflowinstanz-Karte heraus kann die Visualisierung ebenfalls geöffnet werden. In diesem Fall zeigt sie den aktuellen Fortschritt der Workflowinstanz (welcher Schritt gerade aktiv ist, welche Schritte bereits durchlaufen wurden).
Positionen speichern
Die Positionen der Schrittknoten werden beim Verschieben (Drag & Drop) automatisch gespeichert. Beim nächsten Öffnen der Visualisierung werden die Knoten an den gespeicherten Positionen angezeigt.
Modul: Überwachung & Administration (Monitoring)
Die Monitoring-Funktionen bieten einen umfassenden Überblick über alle Workflowinstanzen und deren Status.
AWF Workflowverwaltung (Management)
Die Seite AWF Workflowverwaltung ist die zentrale Übersicht für alle Workflowinstanzen:
- Filtermöglichkeiten: Status (Aktiv / Abgeschlossen / Fehler / Abgebrochen), Vorlagencode, Datum
- Ansichten: Alle Workflows, nur aktive, nur abgeschlossene
Aktionen auf dieser Seite:
- Details anzeigen: Öffnet die Workflowinstanz-Karte mit vollständigen Informationen
- Audit Trail anzeigen: Zeigt das Protokoll aller Aktionen für diese Instanz
- Workflow abbrechen: Bricht einen aktiven Workflow ab (erfordert einen Grund)
- Workflow neu starten: Startet einen fehlgeschlagenen oder abgebrochenen Workflow neu
Workflowinstanz-Karte
Die Karte zeigt alle Details einer Workflowinstanz:
- Allgemein: Vorlagencode, Status, aktueller Schritt, Start-/Enddatum
- Quelldatensatz: Verknüpfter Datensatz (mit Navigation)
- Audit Trail: Chronologisches Protokoll aller Workflowaktionen
- Visualisierung: Grafische Darstellung des Fortschritts (siehe Workflow-Visualisierung)
Aktive Workflows
Die Seite „Aktive Workflows" zeigt gezielt nur Workflows im Status Aktiv. Nützlich für die tägliche Überwachung und schnelle Intervention.
Letzte Aktivität (Recent Activity)
Die Seite „Letzte Aktivität" zeigt die jüngsten Workflowaktionen (Audit-Log-Einträge) chronologisch sortiert. Damit erkennen Sie schnell, welche Workflows kürzlich gestartet, genehmigt, abgelehnt oder eskaliert wurden.
Performance-Analyse
Die Performance-Analyse bietet statistische Auswertungen über Workflow-Durchlaufzeiten und -häufigkeiten.
Workflowstatistiken
Die Workflowstatistiken-Seite zeigt aggregierte Kennzahlen:
- Anzahl aktiver Workflows
- Anzahl abgeschlossener Workflows
- Anzahl fehlgeschlagener Workflows
- Anzahl abgebrochener Workflows
Modul: Genehmigungsneuzuweisung (Reassignment)
Administratoren können aktive Genehmigungen einer anderen Person oder Gruppe neu zuweisen, ohne den Workflow abzubrechen. Darüber hinaus können auch Benutzer, die kein Genehmigungsadministrator sind, Genehmigungen neu zuweisen, oder abbrechen - sofern konfiguriert.
Voraussetzungen
- Der Benutzer muss in der Benutzer Einrichtung das Feld „Kann neu zuweisen" (
DXP Can Reassign) aktiviert haben. - Der Workflow muss im Status Aktiv sein.
Neuzuweisung durchführen
- Öffnen Sie die AWF Workflowverwaltung.
- Markieren Sie den gewünschten aktiven Workflow und klicken SIe auf Details anzeigen
- Aktion Genehmigung neu zuweisen" (oder über die Seite „Zu genehmigende Anforderungen").
- Im Dialog „Genehmigung neu zuweisen":
- Empfängertyp: Genehmiger / Workflow-Benutzergruppe / Verkäufer/Einkäufer
- Benutzer oder Workflow-Benutzergruppe auswählen
- Grund: Pflichtangabe – warum wird neu zugewiesen?
- OK bestätigen.
Die Neuzuweisung wird im Audit Trail protokolliert (Aktionstyp „Workflow Reassigned").
Zusätzliche erweiterte Berechtigungen
In der Benutzer Einrichtung (erweitert durch AWF) gibt es folgende Felder:
- Kann neu zuweisen (
DXP Can Reassign): Erlaubt dem Benutzer, aktive Workflows neu zuzuweisen. - Kann abbrechen (
DXP Can Cancel): Erlaubt dem Benutzer, aktive Workflows abzubrechen.
Export/Import & Kopieren
Vorlage exportieren
Auf der Vorlage:
- Aktion „Vorlage exportieren“
Es wird eine JSON-Datei erzeugt (z. B. AWF_Vorlage_<Code>.json).
Vorlage importieren / überschreiben
Beim Import prüft das System die JSON-Struktur. Wenn die Vorlage bereits existiert, kann ein Überschreiben abgefragt werden.
Workflow kopieren
Es gibt eine Funktion „Workflow kopieren“, um eine Vorlage inkl. Schritten/Auslösern/Regeln zu duplizieren.
Fehlerbehebung (häufige Fehlerbilder)
Nach dem Aktivieren wird eine Fehlerliste gezeigt
Typische Ursachen:
- Primärtabelle fehlt
- Kein Normal-Schritt vorhanden
- Kein aktiver Auslöser vorhanden
Vorgehen:
- Fehlerliste öffnen.
- Über Navigation (Open) zum Feld springen.
- Korrigieren, erneut aktivieren.
Trigger feuert nicht
Checkliste:
- Auslöser Aktiv = Ja?
-
Trigger-/Schritt-Regeln fehlen oder sind so definiert, dass keine Regel zutrifft (z. B. Filter über Belegart nicht gesetzt)
- Bei OnAfterModify:
- Sind überwachte Felder gepflegt?
- Hat sich eines dieser Felder wirklich geändert?
Workflow bleibt im Schritt stehen
Wenn keine passende Regel gefunden wird, oder kein nächster Schritt in einer Regel definiert ist, kann der Workflow im aktuellen Schritt bleiben und auf manuelle Intervention warten.
Vorgehen:
- Regeln/Prioritäten prüfen
- Regelbedingungen prüfen
- Mit Regelgruppe testen die Regelgruppe testen
Zugehörige Genehmigungen
- Zugehörige Genehmigungen werden nicht erzeugt: Zugehörige Genehmigung aktivieren im Schritt nicht aktiviert oder Zugehörige Tabellen sind nicht korrekt zur Primärtabelle verknüpft.
- Regeln wirken nicht auf Zeilen: Gilt für steht auf Kopf, obwohl Nur Zugehörige/Kopf und Zugehörige benötigt wird.