Modul: Eskalations-Engine
Die Eskalations-Engine überwacht automatisch überfällige Genehmigungsanforderungen und führt definierbare Eskalationsschritte aus. Damit lassen sich Erinnerungen, automatische Delegierungen oder Neuzuweisungen zeitgesteuert abbilden.
Funktionsweise
- Die Eskalation wird über
eineneinen Aufgabenwarteschlangenpostengesteuert, der regelmäßig alle offenen Genehmigungseinträge prüft. - Für jeden überfälligen Eintrag wird geprüft, ob ein Eskalationsschritt fällig ist (basierend
aufauf „Überfälligkeitsdauer"relativ zum Fälligkeitsdatum der Genehmigung). - Eskalationsschritte können
aufauf Vorlagenebene(gelten als Standard für alle Schritte) und/oderaufauf Schrittebene(überschreiben die Vorlageneinstellung für diesen Schritt) definiert werden. - Der höchste bereits ausgeführte Eskalationsschritt wird im Genehmigungseintrag im
FeldFeld „Eskalationsstufe"nachgehalten, damit kein Schritt doppelt ausgeführt wird.
Voraussetzungen
DerDer Eskalations-Aufgabenwarteschlangenpostenmuss eingerichtet und aktiv sein (siehesiehe AWF Einrichtung).- Die Genehmigungseinträge müssen
einein Fälligkeitsdatumhaben (konfigurierbarüberüber „Fälligkeitsdatumsformel"im Schritt).
Eskalationsschritte konfigurieren
Auf Vorlagenebene (Standard für alle Schritte)
- In
derder AWF Workflowvorlage→AbschnittAbschnitt „Eskalationsschritte". - Neu.
- Felder ausfüllen:
- Schrittnr.: Laufende Nummer (bestimmt die Reihenfolge).
- Beschreibung: Beschreibung des Eskalationsschrittes (z. B. „Erinnerung nach 1 Tag").
- Überfälligkeitsdauer: Datumsformel relativ zum Fälligkeitsdatum (z. B.
<+1D>= 1 Tag nach Fälligkeit,<+1W>= 1 Woche nach Fälligkeit). - Eskalationsaktion: Aktion, die bei Erreichen der Überfälligkeitsdauer ausgeführt wird.
- Aktiviert: Ja/Nein.
Auf Schrittebene (überschreibt Vorlagenebene)
- In
derder AWF Schritt-Karte →AbschnittAbschnitt „Eskalationsschritte". - Schritte anlegen wie oben beschrieben.
- Wenn ein Workflowschritt eigene Eskalationsschritte hat, werden die Vorlagen-Eskalationsschritte für diesen
SchrittSchritt nichtberücksichtigt.
Eskalationsaktionen
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| Benachrichtigung senden | Sendet eine Eskalations-Benachrichtigung (über die Standard-BC-Benachrichtigungsmechanik). |
| Delegieren | Delegiert die Genehmigung automatisch über die BC-Standard-Stellvertreterkette (aus „Genehmigungsbenutzereinrichtung"). |
| Neu zuweisen | Weist die Genehmigung an einen definierten Empfänger neu zu. Dabei |
| Benutzerdefinierte Aktion | Führt ein benutzerdefiniertes Objekt aus (Codeunit oder Report). Optional kann der Quelldatensatz übergeben werden (Quelldatensatz übergeben). |
Empfänger konfigurieren (bei „Benachrichtigung senden" und „Neu zuweisen")
- Empfängerart: Genehmiger (konkreter Benutzer) oder Workflow-Benutzergruppe.
- Empfängercode: Benutzer-ID oder Code der Workflow-Benutzergruppe.
- Bei „Neu zuweisen" wird die Genehmigung auf den neuen Empfänger umgeleitet.
- Bei „Benachrichtigung senden" erhält der Empfänger eine Eskalationsbenachrichtigung.
Regelbasierte Eskalation (optional)
Eskalationsschritte können optional einen einen Regelgruppencode haben. Wenn gesetzt, wird der Eskalationsschritt nur ausgeführt, wenn die Regelbedingungen der Regelgruppe für den aktuellen Datensatz zutreffen.
Fälligkeitsdatum und Eskalation
Damit die Eskalation sinnvoll funktioniert, muss im Schritt eine eine Fälligkeitsdatumsformel gepflegt sein:
- Im Schritt:
FeldFeld „Fälligkeitsdatumsformel"setzen (z. B.<+3D>= Fälligkeit 3 Tage nach Erstellung der Genehmigung). - Die Eskalationsdauer addiert sich zum Fälligkeitsdatum: Wenn die
FälligkeitsdatumsformelFälligkeitsdatumsformel<+3D>und dieÜberfälligkeitsdauerÜberfälligkeitsdauer<+1D>beträgt, wird der Eskalationsschritt 4 Tage nach Erstellung der Genehmigung ausgeführt.
Wenn ein Genehmigungseintrag Genehmigungseintrag kein Fälligkeitsdatum hat, wird eine Eingabeaufforderung zur manuellen Eingabe angezeigt, sofern nötig.